Grundlagen für Malen, Basteln etc. – Teil 1

1. Die Arbeitsfläche

Dieser Teil wird vielleicht öfter mal unterschätzt. Eine gute Arbeitsfläche ist recht wichtig für alle nachfolgenden Schritte. Wenn man schneidet, malt oder wie auch immer werkelt, sollte die Fläche zum einen stabil sein, aber es sollte auch nichts ausmachen, wenn mal was daneben geht. Ich empfehle von daher eine Schneidmatte, ein Schneidbrett oder ähnliches. Achtet darauf, dass es rutschfest ist, da die Verletzungsgefahr sonst höher ist, wenn bei einem Schnitt plötzlich die Unterlage abhaut… Je grösser die Unterlage, desto besser finde ich.

Der nächste Punkt wäre die Ordnung auf der Arbeitsfläche – ich finde es immer nervig, einen Farbtopf, ein Werkzeug oder was auch immer zu suchen. Ich habe meine Sachen in kleinen Kisten aus dem Baumarkt sortiert. Eins für Farben, eins für Werkzeug und so weiter. Überlegt Euch, wie Ihr die Sachen braucht und richtet Euch kleine „Inseln“ ein, die gut erreichbar sind.

Wenn Ihr keinen festen Arbeitsplatz habt, empfiehlt sich eine gut verstaubare, mobile Arbeitsstation –  hier gibt es im Internet jede Menge Sachen zu finden oder Ihr bastelt eine aus einem Gemüsekarton, Sperrholz oder ähnliches. Hauptsache, man muss nicht immer aus verschiedenen Kisten alles zusammen suchen, bis man anfangen kann. So bleibt mehr Zeit für das wesentliche.

2. Die Materialien

Ich teile hier mal in ein paar Untergruppen, so bleibt es vielleicht etwas übersichtlicher.

a) Malwerkzeuge

Das wären vor allem Pinsel. Ich glaube, es gibt keinen Geheimhersteller, der die Überpinsel herstellt. Probiert einfach aus, welche gut in der Hand liegen und für Euch die passenden Maleigenschaften haben. Wichtig ist, das die Pinsel gepflegt und anständig behandelt werden. Das heisst, immer gut auswaschen und nicht irgendwie misshandeln. Wie bei allem hat der Preis bei Pinseln auch was mit der Qualität zu tun. Ich habe festgestellt das die Spitze bei teureren (und hochwertigeren) Pinseln länger ihre Form behält, die Farbe bleibt länger im Pinsel und man kann somit länger damit malen. Kauft für den Anfang und zum üben einfach mal welche und probiert ein bisschen herum. Ich habe von bestimmt vier verschiedenen Anbietern und Preisklassen Pinsel auf dem Tisch. Ich habe mir angewöhnt, die Farbe mit einem alten Pinsel anzumischen, als sie zu malen. So hält der Malpinsel länger.

b) Farben

Tja… das ist sicher ein Thema, wo es von den verschiedensten Leuten/Fachmagazinen/Profis verschiedenste Meinungen und Empfehlungen gibt. Wie auch bei den Pinseln solltet Ihr einfach ausprobieren, welche für Euch passen… Auch hier habe ich verschiedenste Hersteller auf dem Tisch stehen. Ich meine in den letzten Jahren aber festgestellt zu haben, das z. B. Games Workshop die Farbpalette öfter geändert hat und man so z. B. eine Farbe plötzlich nicht mehr hergestellt wird. Das kann unter Umständen etwas ärgerlich sein.

c) Bastelwerkzeuge

Es empfiehlt sich ein scharfes Messer mit wechselbarer Klinge zu haben, eine Feile um Gussgrate zu entfernen, eine Zange zum Abknipsen, ein kleiner Modellbaubohrer schadet auch nicht (z. B. um ein Modell zu Stiften). Für den Anfang sollte das langen – später kann man immer noch upgraden und sich elektrischen Krempel hinstellen. Auch hier gibt es Sets von verschiedenen Herstellern – man bekommt die meisten Sachen aber auch im örtlichen Baumarkt.

d) Geländebauwerkzeuge

Da man mit den Bastelwerkzeugen schon einen Grundstock hat, empfiehlt es sich vielleicht noch ein kleineres und ein grösseres Messer zu haben. Ich habe mittlerweile einen Styroporschneider schätzen gelernt, obwohl man alles auch mit dem Messer schneiden kann. Der Dremel ist auch häufiger im Einsatz.

e) Kleber

Ich habe eigentlich nur Bastelleim und Sekundenkleber – alles was man nicht mit Sekundenkleber kleben kann, klebe ich mit dem Bastelleim. Im Internet gibt es die in grösseren Gebinden etwas günstiger.

f) Geländebaumaterialien

Hier kann man eigentlich alles verwenden, was man in die Finger bekommt und mit den Werkzeugen bearbeiten kann. Regeln gibt es eigentlich nicht… alles kann, nichts muss. Hier mal eine kleine Liste von meinen bevorzugten Materialien:

– Styrodur (ein Allrounder – gute Verfügbarkeit, viele Formate und gut zu verarbeiten)

– Architektenpappe/Schaumpappe (Schaumkern mit oder ohne Karton beschichtet, gut für z. B. Häuserbau)

– Depron (auch eine Art Schaumpappe in Plattenform, sehr einfach zu schneiden und z. B. als Mauer vearbeitbar, da man wie bei Styrodur gut mit einem Kuli ein Muster auftragen kann – dazu in einem anderen Beitrag mehr…)

– Selitac (der Klassiker für Kachelböden, da das Muster schon vorgestanzt ist – gibt es als Laminatunterlage in verschiedenen Stärken)

– Modellbauplatten (dünne Holzplatten aus dem Baumarkt, sehr gut als Base für Gelände)

– alles was die Natur hergibt – Rinde, Steinchen, Sand… nehmt mit, was Euch gefällt – es sollten nur keine Tiere mehr darin wohnen… das ist vielleicht zu echt für den Spieltisch :)

– Abtönfarben (je nach Geschmack und Bedarf… egal ob vom Discounter oder aus dem Baumarkt)

– Lack zum versiegeln der gebastelten Stücke

– Zahnstocher, Rührstäbchen, Schaschlickspiesse etc.

– alte Pinsel – nicht wegschmeissen, sondern erstmal aussortieren… damit kann man immer noch Leim auftragen…

– im Haushalt findet man immer mal wieder Sachen, die aussehen als könnten sie mal ein Geländestück werden – ob es eine Dose ist, die mal ein Container wird oder der Karton, der Grundlage für einen Gebäudekomplex wird – legt Euch einfach einen kleinen Vorrat an, wenn es der Platz hergibt

2 Comments

  1. Aref Juli 14, 2013 7:11 am  Antworten

    interessant…. danke für die nützlichen tipps!

  2. Chefoberboss August 1, 2013 11:46 am  Antworten

    Ja super! ich bin auch der Meinung dass die mal Umgebung unterschätzt wird!

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